TestumgebungCloudways|Lightning-Stack|WordPress 7.1.3|Breeze 2.6.1|Object Cache Pro 1.25.5|Geprüft am 2026-10-19
In der Cloudways-Cache-Konfiguration speichert Varnish auf dem Server fertige Seiten und Redis die Ergebnisse von Datenbankabfragen; WordPress mit Cloudways-Optimierung wird mit den bereits installierten Plugins Breeze und Object Cache Pro geliefert. Die Antwort-Header einer Test-Anwendung mit Lightning Stack zeigten, dass die Startseite über 9 Stunden lang aus derselben Varnish-Kopie ausgeliefert wurde; Änderungen an einem Beitrag erscheinen erst, wenn Breeze oder WP Rocket den Cache leeren.
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3 Min. Lesezeit
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1️⃣ Aufbau des Cloudways-Caches
Auf einem Cloudways-Server sind die Webserver Nginx und Apache, der Seiten-Cache Varnish, der Objekt-Cache Redis sowie PHP-FPM und MariaDB gemeinsam installiert. Für jede Anwendung wählst du unter [Application Settings] › [WebStack] einen von zwei Stacks: den Hybrid Stack, der Nginx und Apache zusammen nutzt, oder den Lightning Stack, der nur Nginx nutzt. Der Lightning Stack liest [.htaccess] nicht.
Der Tab [WebStack] in den [Application Settings] der Anwendung
🗂️ Cloudways-Cache-Konfiguration
📂 Webserver
NginxLightning Stack nutzt nur Nginx und PHP-FPM
ApacheHybrid Stack verarbeitet .htaccess-Regeln
📂 Seiten-Cache
VarnishSpeichert Seitenkopien auf dem Server, pro App ein- oder ausschaltbar
BreezeSeiten-Cache per WordPress-Plugin
📂 Objekt-Cache
Redis · Object Cache ProSpeichert Ergebnisse von Datenbankabfragen
📂 WordPress-Ausführung
PHP-FPMFührt PHP-Code aus
MariaDBDatenbank
2️⃣ Varnish einrichten und Ausschlussregeln
Varnish ist auf jedem Cloudways-Server standardmäßig eingeschaltet; ist es auf dem Server aktiviert, gilt es für alle Anwendungen dieses Servers. Willst du es nur für eine einzelne Anwendung ausschalten, deaktivierst du [Varnish] unter [Application Settings] › [General] dieser Anwendung.
Der Tab [General] in den [Application Settings] der Anwendung und der Schalter [Varnish]
Die WordPress-Anmelde- und Admin-Seiten, die WooCommerce-Seiten für Warenkorb und Kasse sowie Anfragen mit Login-Cookie sind von Anfang an vom Cache ausgenommen. Weitere Adressen oder Cookies, die ausgeschlossen werden sollen, trägst du im Tab [Varnish] unter [Application Settings] über [Add New Exclusion] ein. Die Adresse gibst du als Pfad ohne Domain an, zum Beispiel [/booking/].
Der Tab [Varnish] in den [Application Settings] der Anwendung
Als die Test-Anwendung mit einem Login-Cookie abgefragt wurde, enthielt die Antwort keinen [x-cache]-Header, während die ohne Cookie abgefragte Startseite [x-cache: HIT] und [age: 33254] anzeigte. [age] sind die Sekunden, die seit der Erstellung der Varnish-Kopie vergangen sind, hier etwa 9 Stunden und 14 Minuten.
Varnish wird mit WordPress und Magento 2 verwendet und passt nicht zu Laravel oder selbst gebauten PHP-Anwendungen.
Die Cache-Lebensdauer (TTL) legst du unter [Settings & Packages] › [Advanced] des Servers im Varnish-Feld [Cache Lifetime] fest; auf einem neu angelegten Testserver stand der Wert auf 30 Tagen. Zur Wahl stehen 4, 8, 14 und 24 Stunden sowie 7, 14 und 30 Tage, und weil der Wert für den ganzen Server gilt, wirkt er auf alle Anwendungen, einschließlich Staging.
Der Tab [Advanced] in den [Settings & Packages] des ServersVarnish [Cache Lifetime] unten im Tab [Advanced]
Klicke auf einen hervorgehobenen Eintrag im linken Menü oder auf einen hervorgehobenen Schalter auf dem Bildschirm
3️⃣ Redis und Object Cache Pro
Auch wenn Varnish eine Seite speichert, lässt WordPress bei Anfragen, die vom Cache ausgenommen sind (etwa von angemeldeten Nutzern oder beim Warenkorb), die Seite über Datenbankabfragen entstehen. Object Cache Pro ist ein Plugin, das diese Abfrageergebnisse im Redis-Speicher ablegt, sodass die Datenbank bei erneuter Anforderung derselben Daten nicht mehr abgefragt werden muss.
Cloudways-optimierte WordPress- und WooCommerce-Anwendungen werden mit installiertem und aktiviertem Object Cache Pro angelegt, und Cloudways-Nutzer können es kostenlos verwenden. Ein- und ausgeschaltet wird es im Tab [Application Settings] › [WordPress] der Anwendung; auch eine neu angelegte Test-Anwendung hatte es von Anfang an eingeschaltet.
Der Schalter [Object Cache Pro] ganz oben im Tab [Application Settings] › [WordPress]
Wird es zusammen mit einem anderen Objekt-Cache-Plugin wie Redis Object Cache oder WP Redis installiert, kommt es zu Konflikten; lösche dieses Plugin deshalb zuerst. Schaltest du den Redis-Dienst auf dem Server aus, wird Object Cache Pro für alle Anwendungen deaktiviert, und bei PHP-Versionen unter 7.4 lässt es sich nicht verwenden.
4️⃣ Breeze oder WP Rocket wählen
Der Seiten-Cache funktioniert auch mit Varnish allein, ohne Breeze. Varnish merkt aber nicht von selbst, dass sich ein Beitrag geändert hat, deshalb wird die alte Seite angezeigt, bis die Cache-Lebensdauer abgelaufen ist oder du den Cache selbst leerst.
Breeze ist ein kostenloses Cache-Plugin, das auf Cloudways-optimiertem WordPress bereits installiert ist; die Einstellungen öffnest du im Admin-Menü unter [Einstellungen] › [Breeze].
In der geprüften Anwendung war [Cache System] eingeschaltet, und die interne Cache-Leerung lief alle 1440 Minuten (1 Tag). Ist [Auto Purge Varnish] im Tab [VARNISH] eingeschaltet, wird beim Veröffentlichen eines neuen Beitrags oder einer neuen Seite oder beim Eingang eines Kommentars auch der Varnish-Cache geleert.
Der Tab [BASIC OPTIONS] in den Breeze-Einstellungen
Wenn du WP Rocket verwendest, deaktiviere und lösche andere Optimierungs-Plugins wie Breeze. Unmittelbar nachdem eine Website, die WP Rocket nutzte, mit dem Plugin Migrator in eine neue Anwendung umgezogen war, enthielt der HTML-Code der Startseite sowohl die Cache-Markierung von Breeze als auch das Lazy-Loading-Skript von WP Rocket. Deshalb prüfst du nach einem Umzug zuerst, ob Breeze eingeschaltet ist.
WP Rocket · [Varnish]-Tab – hier schaltest du die automatische Leerung ein, die dieselbe Aufgabe wie Breeze erfüllt; Object Cache Pro lässt sich zusammen mit Seiten-Cache-Plugins wie Breeze und WP Rocket nutzen.
5️⃣ Cache leeren
Um den Cache sofort zu leeren, nutzt du das Menü [Breeze] in der Admin-Leiste von WordPress am oberen Rand.
Das Menü [Breeze] in der Admin-Leiste
Bist du per SSH verbunden, leert der folgende Befehl den Plugin-Cache und den Varnish-Cache zusammen.
wpbreezepurge--cache=all
[--cache=varnish] leert nur den Varnish-Cache.
wpbreezepurge--cache=varnish
[--cache=local] leert nur den Plugin-Cache.
wpbreezepurge--cache=local
Bei einer Website mit vorgeschaltetem Proxy wie Cloudflare sind Änderungen nach dem Leeren von Varnish unter Umständen nicht sofort zu sehen; in diesem Fall leerst du auch den Cloudflare-Cache.
🔢 FAQ & empfohlene Inhalte
Varnish cacht auch 404-Seiten, und zwar 5 Minuten lang.
Die Standard-Ausschlussliste richtet sich nach englischen Adressen wie [/cart]; eine übersetzte Adresse wie das deutsche [/warenkorb] musst du den Ausschlussregeln von Varnish separat hinzufügen.
Schaltest du Object Cache Pro in den Anwendungseinstellungen aus, wird das Plugin deaktiviert und gelöscht. Schaltest du dagegen den Redis-Dienst des Servers aus, wird es nur deaktiviert und bleibt installiert; sobald Redis wieder läuft, wird es erneut aktiviert.
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