Aufbau von Cloud-Hosting: Unterschiede zum VPS, Vor- und Nachteile und WordPress-Cloud-Hosting

Cloud-Hosting ist Hosting, bei dem virtuelle Server CPU und Arbeitsspeicher aus einem Ressourcenpool zugeteilt bekommen, der mehrere physische Server per Virtualisierung bündelt.
Es ist nicht an einen physischen Server gebunden, dafür ändert sich der Preis mit der Nutzung. Hier geht es um den Aufbau des Ressourcenpools, Auto Scaling, den Unterschied zum VPS, die Vor- und Nachteile und für welche Websites es passt.
1️⃣ So funktioniert Cloud-Hosting: viele Server, ein Ressourcenpool
Die Cloud: Mehrere physische Server werden per Virtualisierung zu einem einzigen Ressourcenpool (Resource Pool) zusammengefasst. Virtuelle Server bekommen CPU und Arbeitsspeicher aus diesem Pool, die Festplatten liegen meist auf Netzwerkspeicher außerhalb der physischen Server. Deshalb ist ein virtueller Server nicht an einen physischen Server gebunden.

Hat ein physischer Server ein Problem, läuft der virtuelle Server auf einem anderen physischen Server wieder an.
2️⃣ Zwei Bedeutungen von Cloud-Hosting: Infrastruktur und Produkt
Cloud-Hosting hat zwei Bedeutungen: Gemeint sein kann die Infrastruktur oder das Produkt.
Die Cloud als Infrastruktur ist der Ressourcenpool eines Cloud-Anbieters wie AWS oder Google Cloud. Läuft etwas auf dieser Infrastruktur, spricht man bei Shared Hosting, VPS und Managed WordPress Hosting gleichermaßen von Cloud-Hosting.
Cloud-Hosting als Produkt ist ein Tarif, bei dem du den Ressourcenpool direkt nutzt. Die Ressourcen wachsen und schrumpfen mit dem Traffic, und du zahlst nach Nutzung.
3️⃣ Unterschied zum VPS: Cloud-VPS
Ein VPS ist ein virtueller Server aus einem aufgeteilten physischen Server. Hat dieser physische Server ein Problem, fällt der virtuelle Server mit aus. Cloud-Hosting betreibt virtuelle Server aus einem Ressourcenpool, daher laufen sie auf einem anderen physischen Server wieder an.
Ein Cloud-VPS dagegen ist ein Produkt, das pro virtuellem Server auf Cloud-Infrastruktur verkauft wird. Dazu gehören DigitalOcean, Vultr und AWS Lightsail. Die Infrastruktur ist Cloud, genutzt wird es aber wie ein VPS.
Beim Cloud-VPS wählst du die Größe des virtuellen Servers als Tarif und zahlst einen festen Monatspreis; die Ressourcen wachsen nicht automatisch. Steigt der Traffic, wechselst du selbst in einen größeren Tarif.
Manche Cloud-VPS halten die Festplatte im physischen Server. Fällt dieser Server aus, steht der virtuelle Server, bis er wiederhergestellt ist.
4️⃣ Auto Scaling und nutzungsbasierte Abrechnung
Auto Scaling erhöht und verringert die Serverressourcen automatisch passend zum Traffic. Üblich ist, statt einen Server aufzurüsten, mehr Server einzusetzen; ein Load Balancer davor verteilt die Besucher.
Bei nutzungsbasierter Abrechnung zahlst du nach Nutzung; Laufzeit des Servers, übertragene Datenmenge und Speicherplatz werden getrennt berechnet. In einem Monat mit viel Traffic steigt auch die Rechnung.
Auch ein Cloud-VPS wird stundenweise abgerechnet, hat aber eine monatliche Obergrenze. Diese Obergrenze ist der feste Monatspreis.
Dieselbe Konstruktion lässt sich auch mit mehreren Cloud-VPS und einem Load Balancer bauen. Dann richtest du das Erhöhen und Verringern der Server selbst ein.
🔲 AWS und Managed WordPress Hosting
Auto Scaling und nutzungsbasierte Abrechnung verkaufen Cloud-Anbieter wie AWS direkt. Bei AWS EC2 wächst und schrumpft die Zahl der Server automatisch, und du zahlst nach Nutzung.
Auch innerhalb von AWS ist Lightsail ein Cloud-VPS. Du zahlst einen festen Monatspreis und wechselst selbst in einen größeren Tarif, wenn die Ressourcen knapp werden.
Cloudways ist ein verwalteter Cloud-VPS, bei dem du die Infrastruktur aus DigitalOcean, Vultr, AWS und Google Cloud wählst. Abgerechnet wird stundenweise, und es gibt kein Besucherlimit. Auto Scaling gibt es im separaten Produkt Cloudways Autonomous.
Managed WordPress Hosting läuft meist auf Cloud-Infrastruktur, wird aber als Monatstarif verkauft. Infrastruktur und Limits unterscheiden sich je nach Anbieter.
Kinsta zieht seine Infrastruktur gerade von Google Cloud zu Oracle Cloud um. Über dem Besucherlimit bleibt die Website online, und der Überschuss wird extra berechnet. Pressable läuft auf der WP Cloud von Automattic und wechselt bei einem Serverproblem automatisch in ein anderes Rechenzentrum. WPX hat drei Rechenzentren und teilt die Tarife ohne Besucherlimit nach der Zahl der Websites.

5️⃣ Vor- und Nachteile von Cloud-Hosting
Cloud-Hosting ist nicht an einen physischen Server gebunden, daher läuft die Website weiter, auch wenn ein Server ausfällt. Bei viel Traffic wachsen die Ressourcen, bei weniger schrumpfen sie wieder.
Dafür ist die Rechnung schwer vorherzusagen. Laufzeit und Datenmenge werden getrennt berechnet, daher steigt die Rechnung in einem Monat mit viel Traffic. Bei AWS ist die übertragene Datenmenge bis 100 GB im Monat kostenlos, danach zahlst du nach Nutzung.
Auto Scaling und Load Balancer musst du selbst einrichten.
Willst du einen festen Monatspreis, nimm einen Cloud-VPS oder verwalteten Cloud-VPS. Cloudways beginnt bei 11 $ im Monat. Bei Lightsail fallen Zusatzkosten nur an, wenn du das Datenvolumen überschreitest.
6️⃣ Für welche Websites Cloud-Hosting passt
Cloud-Hosting passt zu Websites, auf die plötzlich viel Traffic kommt. Dazu gehören Onlineshops, bei denen ein Ausfall Umsatz kostet, und Dienste, die aus vielen Ländern genutzt werden.
Für einen Blog oder eine Firmenwebsite mit gleichmäßigen Besucherzahlen reicht ein Cloud-VPS, und du bleibst bei einem festen Monatspreis.
Willst du keine Server selbst einrichten, nimm einen verwalteten Cloud-VPS oder Managed WordPress Hosting. Wir empfehlen Cloudways, Kinsta, Pressable und WPX, mit denen wir direkt als Affiliate zusammenarbeiten.
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